ganz schön extrem – ötzi alpin marathon

…..42,2 km mit 3266 höhenmeter, von naturns auf den schnalstaler gletscher. von den blühenden apfelbäumen hinauf ins ewige eis….

(04.05.2018) ein wunderschönes rennen das mich bei meinem ersten start vor zwei jahren schon fasziniert hat. biken, laufen und skitouren vereint in einem rennen. alles drei sportarten die mich in meinem trainingsjahr begleiten und ich, jede zu ihrer zeit, mit begeisterung und freude  ausübe. somit scheint es das pefekte rennen für mich zu sein.  ich habe mir ein großes ziel gesetzt und wollte dieses besondere rennen heuer gewinnen. seit mitte märz startete ich mit den vorbereitungen und mit vielen laufeinheiten und kombiniertem training in dem ich alle drei disziplinen gemeinsam trainierte. auch viel kraft stand auf dem programm. eigentlich hat sich das training gut angefühlt bis auf die vielleicht etwas sehr wenigen radeinheiten.

am freitag nachmittag startete ich dann gemeinsam mit stephan und unserer hünding lina (wir wollten danach dann noch ein paar gemütliche tage in kaltern verbringen) nach naturns. die anreise und abholung der startnummer dauerte dann leider doch etwas länger und das abendessen wurde sehr spät und ich hatte ziemlich kopfschmerzen. auch meine nachtruhe wurde bereits um 1uhr gestöhrt und ich konnte danach nicht wirklich wieder einschlafen. alles nicht wirklich gute vorzeichen für ein hartes und anstrengendes  rennen. aber ich blieb weiter optimistisch und versuchte halbwegs gut zu frühstück, auch wenn ich vor einem rennen leider immer einen viel zu nervösen magen habe. 

nachdem ich meine säcke für die wechselstationen abgebeben habe wärmte ich mich ein bischen auf meinem conway bike auf und dann ging es auch schon los. die steilen 1000 hm hinauf von naturns. gleich vollgas bergauf und ohne schonfrist. anna pircher (bereits 3-fach siegerin) ging sofort in führung und schlug ein flottes tempo an. leider hatte ich den start etwas verschlafen und bin ihn zu locker angegangen.  ich konnte anna zwar immer in guter sichtweite folgen aber es blieb ein kleines loch das ich einfach nicht schließen konnte. nina brenn die schweizerin (duathlon vizeweltmeiserin 2016) konnte mich irgendwann überholen und näher an anna heranfahren.  so zog die gruppe immer ein paar hundert meter vor mir die vielen kehren hinauf und erst nach den kurzen geländestücken konnte ich nina wieder vor mir ausmachen. die lange abfahrt hinunter ins schnalstal ging ich volles risiko um die gruppe vor mir wieder einzuholen. jetzt folgte das lange ansteigende flachere asphaltstück nach unsere frau. ich konnte auf die schweizerin aufschließen und sie schließlich überholen, aber von der führenden fehlte jede spur. war sie so viel schneller die abfahrt runter gesaust? 

an der ersten wechselstelle zum laufen die ich mit ca. 4 minuten rückstand auf die führende erreichte, war ich zuerst verunsichert weil ich stephan nicht ausmachen konnte und trank vorsichtshalber etwas und vergas dann vor lauter aufregung meinen radhelm abzunehmen. also wieder retour laufen und helm runter. dann habe ich auch noch mein pannenset im trikot vergessen, das ich einem helfer in die hand drückte. leider wieder wertvolle zeit liegen lassen. jetzt zähne zusammen beissen und nach dem radeln ein steiles waldstück hochlaufen. das tut ganz schön weh in den beinen. stephan war nach der wechselstelle neben der strecke und reichte mir noch verpflegung. aber leider bekam ich wie immer nicht viel runter. nach einiger zeit kam ich aber in einen guten ryhtmus mit laufen auf der welligen strecke und ich fühlte mich wirklich gut. im nachhinein war ich wohl langsamer als gedacht und verlor wieder fast 4 minuten. die laufstrecke war heute am ende etwas anders als vor zwei jahren und führte am ende auf der fahrstraße in die wechselzone. 

dort lief dann alles ziemlich perfekt und  ich konnte schnell auf die ski wechseln. aber leider war mein rückstand inzwischen zu groß, auch wenn ich jetzt die schnellste war konnte ich nur mehr auf 5 minuten an anna herankommen und erreichte ziemlich atemlos und etwas durchgefroren das ziel auf 3200 m nach 4h24.

so richtig freuen konnte ich mich nicht und  ich war schon sehr enttäuscht dass es gerade mit dem bike heute nicht besser gelaufen ist und ich so viel zeit verloren hatte. aber bei einem solchen rennen muss halt alles passen und auch die ungewohnte höhe machte es für mich nicht einfacher. das merkte ich dann auch beim umziehen in der bergstation, ich bekam mehrere sehr schmezhafte krämpfe an allen stellen in meinen beinen die sich während dem rennen schon immer angekündigt hatten. jetzt schlugen sie mit voller wucht zu und ich wusste gar nicht wie ich mich überhaupt anziehen sollte. 

gratulation an anna pircher zu ihrem 4!sieg und an alexandra hagspiel die noch die schweizerin nina brenn abfangen konnte und dritte wurde.

hier der link zumevent. danke an das orga team ötzi alpin marathon für die schöne siegerehrung und wer weiß vielleicht verusche ich es nächstes jahr noch mal mir den wunderschönen pfeil und bogen zu erkämpfen!

„was wäre das leben, hätten wir nicht den mut, etwas zu riskieren“ 

Vincent van Gogh

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